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Pionier in der KI-Bildung: Klosterschule Roßleben macht Künstliche Intelligenz zum Pflichtfach

0 Monique Ghandour

Pionierprojekt „KI-Kunde“: Die Klosterschule Roßleben verankert Künstliche Intelligenz als eigenständiges Pflichtfach in den Klassen 5 bis 8 – und macht KI-Kompetenz zum Teil moderner humanistischer Allgemeinbildung Roßleben/Wiehe – August 2026 – Künstliche Intelligenz verändert schon heute, wie wir lernen, arbeiten, kommunizieren und Informationen bewerten. Die Klosterschule Roßleben zieht daraus eine klare Konsequenz: Zum Schuljahr 2026/2027 führt sie für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 das neue Pflichtfach „KI-Kunde“ (KI-K) ein. Damit gehört sie zu den ersten Schulen in Deutschland, die Künstliche Intelligenz bereits in den unteren Klassenstufen als eigenständiges Fach im Stundenplan verankern. Damit übernimmt die Klosterschule Roßleben eine Pionierrolle in der schulischen KI-Bildung. Ziel ist dabei nicht, Schülerinnen und Schüler lediglich mit einzelnen KI-Anwendungen vertraut zu machen. Sie sollen vielmehr frühzeitig lernen, wie Künstliche Intelligenz funktioniert, welche Möglichkeiten sie eröffnet, wo ihre Grenzen liegen und wie sie verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. „Künstliche Intelligenz wird die Lebens- und Berufswelt unserer Schülerinnen und Schüler grundlegend prägen. Deshalb reicht es aus unserer Sicht nicht, KI nur punktuell im Unterricht zu thematisieren. Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern das Wissen und die Urteilskraft an die Hand geben, die sie benötigen, um KI nicht nur anzuwenden, sondern ihre Ergebnisse kritisch einzuordnen und selbstbestimmt mit dieser Technologie umzugehen“, erklärt Dr. Karsten Plöger, Pädagogischer Leiter der Klosterschule Roßleben.

Von der Anwendung zur Urteilskompetenz

Das neue Fach ergänzt das bereits etablierte Fach Medienbildung und Informatik (MBI). In allen vier Klassenstufen stehen drei Themenfelder im Mittelpunkt, die jeweils altersgerecht vermittelt werden: • datenwissenschaftliche Grundlagen Künstlicher Intelligenz, • wichtige KI-Modelle und -Anwendungen sowie deren praktische Nutzung, • rechtliche und ethische Fragen im Umgang mit KI. Damit verbindet die Klosterschule technisches Verständnis mit praktischer Anwendung und kritischer Reflexion. Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur erfahren, was ein KI-System leisten kann, sondern zunehmend auch verstehen, wie Ergebnisse entstehen, warum diese fehlerhaft oder verzerrt sein können und welche Verantwortung mit der Nutzung von KI verbunden ist.

KI-Kompetenz als Teil moderner humanistischer Allgemeinbildung

Für die Klosterschule Roßleben ist die Einführung von KI-K eine konsequente Weiterentwicklung ihres Bildungsauftrags, der auf einer fast 500-jährigen Bildungstradition gründet. Gerade in einer Welt, in der KI-Systeme immer stärker Teil des Alltags werden, betrachtet die Schule einen mündigen Umgang mit ihnen als grundlegende Zukunftskompetenz. „Unser Anspruch ist nicht, jedem technologischen Trend hinterherzulaufen. Unser Auftrag ist es, junge Menschen auf die Welt vorzubereiten, in der sie leben und die sie einmal mitgestalten werden. Künstliche Intelligenz wird ein selbstverständlicher Teil dieser Welt sein. Deshalb sind wir überzeugt: KI-Kompetenz gehört heute zu moderner humanistischer Allgemeinbildung. Das bedeutet für uns: Im Mittelpunkt steht immer der Mensch, nicht die Maschine“, sagt Dr. Karsten Plöger. Dabei geht es ausdrücklich auch um einen reflektierten Umgang: Wann ist der Einsatz von KI sinnvoll? Wann sollte man ihren Ergebnissen nicht vertrauen? Wie lassen sich Informationen überprüfen? Welche Daten darf man eingeben? Welche rechtlichen und ethischen Grenzen gibt es? Und welche Entscheidungen sollten Menschen auch künftig selbst treffen?

KI-Kompetenz für alle

Mit der Einführung als Pflichtfach erreicht die Klosterschule alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 – unabhängig davon, wie intensiv sie sich zu Hause bereits mit digitalen Technologien oder Künstlicher Intelligenz beschäftigen. KI-Kompetenz soll damit nicht vom persönlichen Interesse, vom Elternhaus oder vom Zufall abhängen, sondern selbstverständlicher Bestandteil schulischer Bildung sein. Pionier sein – mit einem klaren pädagogischen Ziel Mit KI-K betritt die Klosterschule Roßleben schulisches Neuland. Als eine der ersten Schulen Deutschlands, die Künstliche Intelligenz in den unteren Klassenstufen als Pflichtfach einführt, versteht sie ihre Pionierrolle vor allem als pädagogischen Auftrag. Entscheidend ist nicht allein, zu den Ersten zu gehören. Entscheidend ist, Schülerinnen und Schülern frühzeitig das Rüstzeug für einen selbstbestimmten Umgang mit einer Technologie zu geben, die ihre Zukunft wesentlich mitprägen wird. Im Einklang mit ihrem Leitbild will die Klosterschule junge Menschen dazu befähigen, Künstliche Intelligenz kompetent zu nutzen, kritisch zu hinterfragen und verantwortungsvoll einzusetzen – und damit nicht nur Anwenderinnen und Anwender, sondern mündige Gestalterinnen und Gestalter ihrer zunehmend von KI geprägten Welt zu werden.

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