Zeigt her eure Bäuche! Am 26. März machte sich die Klasse 5a auf den Weg ins Abenteuer – und zwar nicht irgendwohin, sondern ins geheimnisvolle Teichtal bei Bleicherode. Mit dem Bus ging es hinaus aus dem Schulalltag, hinein in eine Welt, in der kleine, glitschige Helden die Hauptrolle spielen: die Lurche. Unser Ziel war die Molchhütte, idyllisch gelegen abseits der Ortschaft. Doch idyllisch heißt nicht gemütlich – zumindest nicht an diesem Tag. Das Wetter zeigte sich von seiner „besonders erfrischenden“ Seite: kühl, windig, mit gelegentlichen Graupelschauern und Regen. Nicht nur für die wechselwarmen Lurche eine Herausforderung.
Die Molchhütte ist ein bedeutender Ort für Amphibienwanderungen und zählt zu den großen Wanderstandorten dieser Art in Deutschland. Hier treffen sich – zumindest aus Lurchsicht – echte Promis: zahlreiche Schwanzlurche und Froschlurche machen sich jährlich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. In zwei Gruppen erkundeten die Schülerinnen und Schüler sowohl die Winter- als auch die Sommerquartiere der Tiere – den Laubwald rund um die Teiche. Mit wachen Augen und erstaunlicher Ausdauer wurde im Moos, unter Totholz und entlang des Bachlaufs nach kleinen Lebewesen gesucht. Doch damit nicht genug: Ausgestattet mit Eimern ging es entlang der Schutzzäune. Dort hatten sich einige Amphibien auf ihrer Wanderung „einsammeln“ lassen. Über 60 Tiere wurden an diesem Tag gezählt und bestimmt. Ein echter Erfolg! Und wie erkennt man nun, wer da so im Eimer sitzt? Ganz einfach: Zeigt her eure Bäuche! Besonders bei den Schwanzlurchen wie dem Bergmolch oder dem Teichmolch verrät die Färbung und Musterung der Bauchseite ihre Identität. Ein Highlight war sicherlich der Fund von weiblichen Kammmolchen – eine der größten heimischen Schwanzlurcharten. Da staunten selbst die erfahrenen Molchdetektive. Nach der sorgfältigen Bestimmung wurden alle Tiere in die Teiche entlassen – wo sie auf besseres Wetter warten um zu laichen.
Trotz (oder gerade wegen) des Wetters war es eine rundum gelungene Exkursion. Die Klasse 5a hat nicht nur viel über Amphibien gelernt, sondern auch bewiesen, dass echte Entdecker sich von ein paar Graupelkörnern nicht aufhalten lassen. Und wer weiß – vielleicht schaut der ein oder andere beim nächsten Spaziergang etwas genauer hin, wenn es im Laub raschelt.
Ein Tag an der Universität: Unser 11. Jahrgang beim „Tag der Pharmazie“ in Jena
0Monique Ghandour
Am vergangenen Mittwoch war es endlich so weit: Unser 11. Jahrgang hatte die Gelegenheit, einen spannenden und abwechslungsreichen Tag an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu verbringen. Im Rahmen der Berufsorientierung ist dieser Universitätstag ein wichtiger Baustein, um unseren Schülerinnen und Schülern (SuS) Einblicke in mögliche Studien- und Berufsfelder nach der Schulzeit zu geben.
Bereits um 7:30 Uhr starteten wir mit dem Bus in Richtung Jena. Für viele begann damit nicht nur ein Ausflug, sondern ein erster intensiver Kontakt mit dem Universitätsleben. Besonders erfreulich: Die gesamten Kosten für diesen Tag wurden vom Verband der Pharmazeuten übernommen, sodass die Teilnahme für alle kostenfrei möglich war.
Am Carl-Zeiss-Campus angekommen, erwartete uns ein vielseitiges Programm rund um das Thema Pharmazie. Nach einer Begrüßung im Hörsaal erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in das Studium der Pharmazie sowie in die vielfältigen Aufgabenbereiche von Apothekerinnen und Apothekern. In Vorträgen wurde unter anderem gezeigt, wie aus Heilpflanzen lebensrettende Medikamente entstehen und welche Rolle Pharmazie in unserem Alltag spielt.
Im Anschluss konnten die SuS im Foyer selbst aktiv werden: Praktische Versuche und Informationsstände luden dazu ein, das zuvor Gehörte direkt auszuprobieren und zu vertiefen. Diese Mischung aus Theorie und Praxis machte den Tag besonders anschaulich und lebendig.
Natürlich durfte auch das typische „Uni-Feeling“ nicht fehlen: Die gemeinsame Mittagspause verbrachten wir in der Mensa am Ernst-Abbe-Platz – ein echtes Highlight für viele, die so den studentischen Alltag hautnah erleben konnten.
Am Nachmittag rundeten weitere Vorträge und ein Diskussionsforum den Tag ab. Hier wurde deutlich, wie vielfältig die Pharmazie ist und welche unterschiedlichen beruflichen Wege sie eröffnet.
Auch wenn nicht alle Schülerinnen und Schüler später einmal Pharmazie studieren werden, bot dieser Tag eine wertvolle Gelegenheit, Universitätsluft zu schnuppern, neue Perspektiven kennenzulernen und sich ein Stück weit auf die Zeit nach der Schule vorzubereiten.
Gegen 16:00 Uhr traten wir schließlich die Rückfahrt an – mit vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen und vielleicht auch ersten Ideen für die eigene Zukunft im Gepäck.
Skikurs
0Monique Ghandour
Der Sportkurs der 11. und 12. Klasse der Klosterschule Rosleben verbrachte eine sechstägige Alpinskifahrt im italienischen Vals nahe Brixen. Bei zunächst strahlendem Sonnenschein und perfekten Pistenbedingungen konnten alle ihr Können verbessern, bevor in den letzten Tagen dichter Nebel und Schneefall für echte Wintersport-Herausforderungen sorgten. Erschöpft, aber glücklich und vor allem unverletzt kehrten alle Schülerinnen und Schüler mit vielen sportlichen und gemeinschaftlichen Erlebnissen im Gepäck zurück.
Astronomieabend unter eisigem Himmel
0Rene Lehnert
Am frühen Abend, bei eisigen Temperaturen, fanden sich einige tapfere Schülerinnen und Schüler der 10. und 12. Klasse zu einem besonderen Erlebnis ein: Astronomie live unter freiem Himmel.
Auf dem Beobachtungsplan stand zunächst die Mondsichel, bei der die Krater durch den schrägen Lichteinfall besonders eindrucksvoll zur Geltung kamen. Anschließend richteten sich die Blicke zu den Planeten Saturn und Jupiter. Der Ringplanet zeigte dabei eine derzeit seltene Besonderheit: Die Ringe waren nahezu von der Kante aus zu sehen – ein faszinierender Anblick. Auf Jupiter ließen sich deutlich die markanten Wolkenstreifen sowie mehrere seiner Monde erkennen.
Besonders gespannt erwartete man den Blick in ein Sternentstehungsgebiet im Sternbild Orion – begleitet von vielen leisen und lauten „Ooohs“ und „Aaaahs“. Als großer Vorteil erwies sich hierbei, dass neben dem visuellen Spiegelteleskop Herr Ziehme zusätzlich eine spezielle Kamera einsetzte. So konnten Fotos der beobachteten Objekte erstellt werden, was einen spannenden Vergleich zwischen dem Gesehenen mit dem Auge und den Aufnahmen ermöglichte – und half zu verstehen, was man eigentlich gerade betrachtete.
Auch ohne technische Hilfsmittel beeindruckte der klare Winterhimmel: Zu sehen waren die typischen Wintersternbilder wie Orion, Stier, Großer und Kleiner Hund, die Zwillinge, Großer und Kleiner Bär (Wagen) sowie Kassiopeia. Hinzu kamen die offenen Sternhaufen der Plejaden, Hyaden und der Doppelsternhaufen im Perseus. Den krönenden Abschluss bildete schließlich der Blick hinaus in die Weiten des Universums – zu fernen Galaxien.
M 82M 42NGC 869
Weihnachtspäckchen voller Hoffnung: Schüler der Klosterschule Roßleben engagieren sich für die Johanniter-Aktion
0webworker
Wenn in den Klassenräumen der Klosterschule die Weihnachtskartons mit Spielzeug und Süßigkeiten für ukrainische Kinder gefüllt werden, steht jedes kleine Päckchen für Hoffnung. Viele Schüler beteiligen sich auch dieses Jahr an der Spendenaktion der Johanniter, um Kindern in Not eine Freude zu machen.
Besonders engagiert zeigen sich die Abiturienten der 12. Klasse: Sie besuchen die jüngeren Jahrgänge im Unterricht, erklären die Situation in der Ukraine und erzählen von der Bedeutung der Spenden. Mit ihrer Begeisterung stecken sie die anderen Klassen regelrecht an – und schnell wird aus einer Idee eine Bewegung, die die ganze Schule erfasst.
„Zu wissen, dass unser Päckchen vielleicht einem Kind ein Lächeln schenkt, ist einfach schön“, erzählt eine Schülerin. „Man merkt, dass wir gemeinsam wirklich etwas bewirken können.“
Die Aktion zeigt, wie stark der Zusammenhalt an der Klosterschule Roßleben ist. Jeder Karton ist ein Zeichen von Mitgefühl – und davon, dass kleine Gesten Großes bewirken können. So wird die Vorweihnachtszeit nicht nur besinnlich, sondern auch bewegend.
Von Roßleben bis zum Pazifik – unsere Auslandsexkursion nach LA
0webworker
Ein Bericht von Emily Dettler, Laila Anton, Elisabeth Brockmann, Melissa Wollny und Luisa Winter
In den Herbstferien war es endlich so weit: Zehn Schüler , Herr Nagel, Frau Schiffner und Frau Ziegenhorn machten sich gemeinsam auf den Weg nach Los Angeles! Für ganze zehn Tage durften wir Sonne, Strand und das kalifornische Lebensgefühl genießen. Untergebracht waren wir in einem Motel in Pasadena, welches perfekt war, um jeden Tag ein neues Abenteuer zu starten.
Am Samstagabend kamen wir nach dem langen Flug endlich im Motel an. Die Aufregung war riesig, und obwohl wir alle müde waren, konnten wir es kaum erwarten, die Stadt zu erkunden. Am Sonntag ging’s dann direkt los! Mit unseren Mietwagen fuhren wir zu einem Parkplatz in der Nähe des Strands von Santa Monica und liefen von dort aus Richtung Venice und Muscle Beach.
Dort hatten wir erstmal Freizeit. Zeit, um etwas zu essen, durch kleine Läden zu schlendern und die besondere Atmosphäre aufzusaugen. Überall Musik, Streetart, und Menschen, die einfach gute Laune verbreiteten. Danach spazierten wir weiter zum berühmten Santa Monica Pier, was ein echtes Highlight war!
Der Pier war einfach beeindruckend: das Meer, die Sonne, die bunte Promenade. Natürlich mussten wir auch mit der legendären Achterbahn fahren ,ein absolut unvergesslicher Moment! Danach erkundeten wir noch den ganzen Pier und genossen den Ausblick auf den Pazifik. Ein perfekter Start in unsere Reise!
Am nächsten Tag führte uns unser Weg zuerst nach Chinatown, wo wir viele Eindrücke von der chinesischen Kultur, dem Essen und dem Alltag der Menschen bekamen. Wir schlenderten durch die Straßen, entdeckten kleine Läden, gemütliche Cafés und zahlreiche Restaurants. Ein besonderes Highlight war der Besuch eines kleinen buddhistischen Tempels, dessen bunte Dekorationen und die Einblicke in den chinesischen Glauben uns sehr beeindruckten.
Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Downtown Los Angeles. Schon von weitem sah man die hohen Wolkenkratzer, und je näher wir kamen, desto lebhafter wurde es. Überall Verkehr, Menschen und Geräusche. In unserer Freizeit konnten wir die Umgebung selbstständig erkunden, etwas essen oder eine Kleinigkeit kaufen. Am Treffpunkt überraschte uns Herr Nagel mit Metro-Tickets, sodass wir die Rückfahrt mit der U-Bahn antreten konnten. Den Abend ließen wir schließlich gemeinsam bei „In’n’Out Burger“ ausklingen, was für ein weiterer aufregender Tag!
Während die andere Gruppe den Tag am Malibu Beach verbrachte und dort Sonne, Meer und Strand genoss, machten wir uns auf den Weg zu den Universal Studios in Los Angeles. Schon beim Ankommen war die Atmosphäre beeindruckend – überall Filmkulissen, Musik und bekannte Figuren aus berühmten Filmen und Serien.
Wir sind verschiedene Attraktionen gefahren, haben 3D- und Action-Shows besucht und unzählige Fotos gemacht. Besonders spannend war die Studio Tour, bei der wir hinter die Kulissen echter Filmsets blicken konnten und gesehen haben, wie Filmtricks und Spezialeffekte entstehen. Zwischendurch haben wir natürlich in den Fanshops vorbei geschnuppert und auch die ein oder andere Sache mitgenommen.
Am Ende des Tages waren wir ziemlich erschöpft, aber voller Eindrücke und mit vielen neuen Erinnerungen im Gepäck. Es war definitiv einer der Highlights unserer Reise.
Am nächsten Tag machten wir uns früh auf den Weg zu einem weiteren Highlight unserer Reise, dem Besuch der Chadwick School, die ebenfalls Mitglied der Round Square Gemeinschaft ist. Schon bei unserer Ankunft wurden wir herzlich empfangen. Lehrkräfte sowie ein Schüler aus Österreich, führten uns über den riesigen Campus, der von Wohnhäusern des Internats bis zu modernen Unterrichtsgebäuden reichte. Besonders beeindruckt waren wir vom großen Theater, dem Pool und der schönen Bibliothek. Nach der Führung machten wir eine Pause in der Cafeteria und kamen dabei mit einigen Schülerinnen und Schülern ins Gespräch. Beim Austausch über das deutsche und amerikanische Schulsystem stellten wir viele spannende Unterschiede fest, besonders, dass es dort nur sechs Fächer gibt und keine festen Klassen. Danach durften wir in kleinen Gruppen am Unterricht teilnehmen und so einen direkten Einblick in den Schulalltag bekommen. Einige besuchten Mathe oder Englisch, andere Theater. Es war faszinierend zu sehen, wie anders hier gelernt wird. Zum Abschluss trafen wir uns wieder in der Cafeteria, bestellten gemeinsam Pizza und überreichten der Schule ein kleines Geschenk. Der Tag an der Chadwick School war ein unvergessliches Erlebnis voller neuer Eindrücke, interessanter Gespräche und schöner Momente.
Let’s go into the desert! Sehr früh am morgen ging es auf lange Reise zum Joshua Tree National Park. Raus aus der Millionenstadt und rein in das Naturerlebnis.
Doch bevor wie uns die Wüste mit den menschenartigen Bäumen angeschaut haben, ging es für uns zu einer „kurzen“ Rast zu einem der typischsten Orte Amerikas, einen Diner zum frühstücken. Egal ob Ei, Speck und Pancakes oder Burger mit Pommes, es gab alles, was man sich nur vorstellen konnte.
Danach ging es mit vollem Bauch ins Abenteuer. In Amerika sind durch den ganzen Park befahrbare Straßen gezogen, die uns zu den verschiedenen Hiking Trails gebracht haben.
Dort hat man sich gefühlt, wie auf einem anderen Planeten. Eine eher karge Landschaft mit großen Steinformationen, manchmal in Gesichtsform oder als riesiges aufgeschnittenes Brot. Durch Erosion in diese Form gebracht, erheben sich riesige Kolosse in den Himmel und bieten, wenn man genauer hinschaut einen Lebensraum für viele Tiere, wie Eidechsen, Skorpione, aber auch Schildkröten.
Am letzten Tag vor unserer Abreise nahmen wir uns vor, es heute zum Abschluss noch einmal ruhig angehen zu lassen. Wir machten uns schließlich auf den Weg um die Waldbrandgebiete im Viertel Altadena zu besichtigen. Auch wenn das Feuer schon einige Monaten her ist, waren die Ausmaße auch jetzt noch ziemlich deutlich erkennbar. Uns wurde noch einmal stärker bewusst, wie so eine Naturkatastrophe den Menschen und seine Umgebung verändert, aber vor allem schädigt.
Zum Ende dieser kleinen Tour legten wir noch einen Zwischenstopp bei Crumbl Cookies ein, worauf wir uns schon lange im Voraus gefreut haben. Nachdem wir die wöchentliche Auswahl bestellt haben, die sich alle 7 Tage ändert, teilten wir die unterschiedlichen Kekssorten im Hotel untereinander auf. Ein Erlebnis, was es in Deutschland in diesem Ausmaß nicht gibt, sich aber auf jeden Fall zu probieren lohnt.
Doch da war der Tag noch nicht vorbei! Am Abend hatten wir noch die einmalige Chance mit einem autonomen Taxi zu fahren, welches uns zu einem Wohnviertel brachte, mit einer mega Aussicht auf Los Angeles.
Und auch wenn das nur ein Teil unserer Reise war, haben wir in diesen Tagen schon so viel erlebt, gelacht und gesehen. Jeder Ausflug war ein Highlight für sich und das war noch längst nicht alles! Die Zeit in L.A. war einfach unvergesslich und voller Momente, die wir bestimmt nie vergessen werden. 🇺🇸✨
Abschlussfahrt des Kanukurses
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Am Samstag starteten 18 wasseraffine Klosterschüler zur Abschlussfahrt des Kanukurses auf der Unstrut.
Im Kanadier ging es flussabwärts, nach vielen sehr angenehmen Gesprächen und der ersten Schleusenerfahrung gab es den ersten Halt in Wangen. Nach dem Mittagessen ging es mit Vorträgen an der Unstrut weiter und dann wieder ab aufs Wasser. Ziel war Karsdorf, der Campingplatz. Dort bezogen wir unsere Tipis, hörten weitere interessante Vorträge, grillten und genossen die gemeinsame Zeit am Lagerfeuer.
Nachdem der Hahn von nebenan pünktlich kurz vor sieben den Weckdienst übernahm, ging es nach dem Frühstück und einem weiteren Vortrag zurück aufs Wasser. Dort kurierten wir etwas die müden Arme und kamen gegen Mittag am Endziel in Kirchscheidungen an. Schüler, die Sportlehrerin sowie Kanusportkursanbieterin Kerstin Steller und die Begleitungen Frau Töpfer und Frau Tröger fuhren etwas müde, aber sehr zufrieden nach Hause.
Text: Nadine Tröger
Zukunftskonferenz ‘Roßleben 2035 – Mit Geschichte in die Zukunft’
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Welche Themen muss die ‚alte Dame‘ Klosterschule jetzt anpacken, um sich für die nächsten zehn Jahren optimal aufzustellen? Welche aktuellen Trends in Gesellschaft, Wirtschaft und anderen Bereichen wirken in unsere Schule hinein? Wie können sich alle Mitglieder der erweiterten Schulgemeinschaft in die Gestaltung von Schule und Internat einbringen? Und nicht zuletzt: Kann es gelingen, spannende Projekte aus dieser Gemeinschaft heraus zu entwickeln, ohne auf Expertenwissen und Hierarchien bauen zu müssen?
Diesen und anderen Fragen widmete sich die Zukunftskonferenz ‘Roßleben 2035 – Mit Geschichte in die Zukunft‘, die vom 14. bis zum 16. Februar 2025 in der Klosterschule stattfand.
Repräsentation, Inklusion und Transparenz sind wichtige Aspekte von Zukunftskonferenzen, die man wohl treffender als ‚Zukunftswerkstätten‘ bezeichnen könnte. Zugrunde liegen stets dasselbe Konzept und dieselbe Struktur: Es geht darum, ‚das ganze System in einen Raum zu bringen‘. Mit anderen Worten: Es wird ein Querschnitt durch die betreffende Organisation gebildet, und alle Anspruchsgruppen beteiligen sich auf gleicher Augenhöhe an der Gestaltung ihrer Zukunft.
Die fünf aufeinander aufbauenden Arbeitsphasen einer Zukunftskonferenz nehmen insgesamt zwei halbe und einen vollen Tag in Anspruch. Verschiedene Wahrnehmungen werden gezielt in einen Dialog gebracht. So entwickeln sich Stück für Stück gemeinsame und von allen getragene Visionen. All dies geschieht zum einen in homogenen und gemischten Kleingruppen von jeweils acht Personen, die ihre Arbeit selbst regulieren, zum anderen im Plenum.
In unserer Konferenz bestanden die homogenen Gruppen aus:
Erbadministratur und Leitung
Verwaltung und Diensten
Internen und externen Schülerinnen und Schülern
Lehrerinnen und Lehrern
Tutorinnen und Tutoren
Ehemaligen
Eltern
Unterstützerinnen und Unterstützern
Eine Steuergruppe, bestehend aus den ‚Paten‘ für diese acht Gruppen und dem Moderator, Herrn John Webb, hatte bereits im April 2024 ihre Arbeit aufgenommen und in acht Sitzungen auf die Konferenz hingearbeitet. In zwei Sondersitzungen im Oktober 2024 waren die Werte und das Leitbild der Klosterschule überarbeitet worden.
Tag 1 (Freitag, 14. Februar 2025): Unsere geteilte Vergangenheit … und ein wenig Gegenwart
In der ersten Konferenzphase warfen die Teilnehmer in ihren heterogenen Gruppen (mit je einem Vertreter jeder Anspruchsgruppe) einen weiten Blick zurück auf die letzten dreißig Jahre. Drei Leitfragen standen dabei im Raum: Welche persönlichen Erinnerungen tragen wir in uns? Was geschah in Gesellschaft und Politik? Welche Ereignisse waren für die Klosterschule Roßleben prägend? Die Ergebnisse wurden auf drei Zeitachsen von jeweils sechs Metern Länge notiert, die danach zu einem großen ‚Patchwork‘ der Erinnerung zusammengeführt wurden. Auf der Grundlage dieser riesigen Datenmenge erarbeiteten die Gruppen jeweils eine ‚Story‘, die einen roten Faden durch das Dickicht der Erinnerungen legte. Diese ‚Aufwärmübung‘ verdeutlichte den Diskutanten, wie viel sich in kurzer Zeit aus verschiedenen, gleichberechtigten Perspektiven heraus erarbeiten lässt, ohne dass irgendjemand überzeugt oder gar überstimmt werden müsste. Damit war der Grundstein für alles Weitere gelegt.
Die wichtigsten Entwicklungen und Trends, die aktuell auf unsere Schule einwirken, war das Thema der zweiten Konferenzphase. In einer lebhaften Plenardiskussion entstand zu diesem Thema auf einer neun Quadratmeter großen weißen Wand eine Mind Map, in deren Zentrum die Worte ‚Klosterschule Roßleben‘ standen. Anschließend waren alle Konferenzgäste angehalten, aus der geradezu überwältigenden Fülle der Beiträge mittels Klebepunkten die sieben Trends auszuwählen, die sie persönlich für besonders bedeutsam halten.
Als die Top-Trends wurden identifiziert (in absteigender Reihenfolge der Wichtigkeit):
Immer unklarere Abgrenzung: Was zeichnet Privatschulen gegenüber staatlichen Schulen aus?
Rückläufige Schülerzahlen im Internat
Nachlassende Fähigkeit bzw. Bereitschaft zum kritischen Denken
Nachlassende Höflichkeit im Umgang miteinander
Nachlassender Zusammenhalt in der Schulgemeinschaft
Zunahme von ‚wohlstandsgesellschaftlichen‘ Symptomen
Verlust an kultureller Bildung
Sich abschwächende Kommunikation zwischen den verschiedenen Ebenen
Steigende psychisch-emotionale Belastung der Schülerinnen und Schüler
Tag 2 (Samstag, 15. Februar 2025): Unsere geteilte Gegenwart … und ein wenig Zukunft
Diese Impulse wurden zu Beginn des zweiten, vollen Konferenztages aufgenommen. Nach einer eingehenden Plenardiskussion über die neun Top-Trends setzten die Teilnehmenden die Denkarbeit in ihren homogenen (Anspruchs-)Gruppen nahtlos fort. Im Vordergrund standen hier die Fragen, welche Trends aus der Sicht jeweiligen der Gruppe die wichtigsten sind und welche Reaktionen vonseiten der Schule bereits erfolgt sind. Jede Gruppe erhielt anschließend die Gelegenheit, ihre Ergebnisse im Plenum zu präsentieren.
Es folgte ein intensiver Austausch über ein etwas sensibles Thema, nämlich die ‚proudest prouds and sorriest sorries‘: Worauf können wir – als Anspruchsgruppe, nicht als die Schule in ihrer Gesamtheit – besonders stolz sein? Was sollte uns besonders leidtun? Auch diese Gruppenaktivität wurde mit kurzen Präsentationen im Plenum abgeschlossen.
In der dritten Hauptphase der Konferenz waren die Teilnehmenden aufgerufen, ihre kreativen Energien zu mobilisieren und auf ein gemeinsames Ziel hin zu bündeln. In den durchmischten Kleingruppen wurden Optimalszenarien für das Jahr 2035 erarbeitet. Im Mittelpunkt stand also nicht die Überlegung ‚Wie wird sich die Klosterschule wahrscheinlich in den nächsten zehn Jahren entwickeln?‘, sondern es waren die Wünsche und Visionen aller Beteiligten gefragt. Bei der anschließenden Vorstellung der Szenarien im Plenum waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Mehrheit der Gruppen entschied sich für die eine oder andere Form des szenischen Spiels. Wer sich bis dahin noch nicht aus seiner ‚Komfortzone‘ gewagt hatte, für den gab es nun kein Verstecken mehr…
Nach der wohlverdienten Kaffeepause begann die erste, ‚kleine‘ Einigungsrunde. In den heterogenen Gruppen trugen die Teilnehmenden jene Aspekte einer erstrebenswerten Zukunft zusammen, die sie als besonders wichtig erachteten. Auf den Flipcharts, die immer dichter beschrieben wurden, erschienen oberhalb einer roten Trennlinie die Gemeinsamkeiten – Aspekte der Zukunft, auf die sich allen Gruppenmitgliedern einigen konnten – und unterhalb derselben die Differenzen – Aspekte, die keine einstimmige Unterstützung in der Gruppe fanden. Auch für diese Konferenzphase galt: Ziel war die Konsens-Findung; niemand sollte überzeugt oder gar überstimmt werden. Anschließend stellten die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum vor.
In der zweiten, ‚mittleren‘ Einigungsrunde fanden sich jeweils zwei Kleingruppen zusammen. Diese Doppelgruppen verständigten sich ihrerseits nach dem Prinzip der Einstimmigkeit auf Gemeinsamkeiten, ohne dabei ihre Differenzen auszublenden. Kurz vor dem Ende eines kräftezehrenden, aber ungemein anregenden und produktiven zweiten Konferenztages wurden die Ergebnis-Flipcharts dieser Einigungsrunde zusammen aufgestellt. Für reichlich Gesprächsstoff bei dem anschließenden Abendessen und bei dem Empfang in der Erbadministratur war gesorgt.
Tag 3 (Sonntag, 16. Februar 2025): Unsere geteilte Zukunft
Das Endprodukt einer jeden Zukunftskonferenz bilden Schwerpunktprojekte, zu denen sich alle Teilnehmer bekennen können und deren Umsetzung – mitsamt allen Zuständigkeiten – verbindlich festgelegt wird. Dies war sozusagen die Ziellinie für den abschließenden Konferenztag.
Dieser begann mit der dritten, ‚großen‘ Einigungsrunde im Plenum. Erneut bestand die Aufgabe darin, in der offenen Diskussion Aspekte zu finden, denen alle Anwesenden zustimmen konnten. Das am Samstagnachmittag in der ‚mittleren‘ Einigungsrunde generierte Input wurde in zwei Kategorien aufgeteilt: ‚Dies wollen alle‘ und ‚Dies wollen manche‘. Punkte, die auf den Widerspruch auch nur einer Person trafen, wurden automatisch der zweiten Kategorie zugeordnet. Auf diesem Wege entstanden nach und nach in gemeinsamer Arbeit die ‚Roh-Ideen‘ für nicht weniger als neunzehn Entwicklungsprojekte.
Die Planung konkreter Maßnahmen war das Ziel der fünften und letzten Konferenzphase. In einer ersten Runde waren die Teilnehmenden eingeladen, Themengruppen zu gründen, in die sie sich gerne einbringen möchten, oder sich den Themengruppen anderer anzuschließen. Erste Planungsideen wurden im Kreis der Gruppe ausgetauscht und im Plenum vorgestellt.
In der zweiten Runde dieser Abschlussphase trieben die Mitglieder der verschiedenen Gruppen ihre Planungen weiter voran. Im Sinne einer Selbstverpflichtung wurde festgelegt, wer bis wann welche Arbeitsschritte ausführt, damit die jeweilige Themengruppe auf der Nachkonferenz in drei Monaten erste Erfolge vermelden kann. Diese groben Projekt(ablauf)pläne wurden abermals auf Flipcharts notiert und anschließend vorgestellt.
Die neunzehn Projekte im Überblick:
Erarbeitung eines pädagogischen Konzepts
Schaffung einer Feedbackkultur
Campusentwicklung
Schulung digitaler Kompetenzen
Angebot zur Berufsorientierung
Ausbau des Gildenangebotes
Aufbau eines Alumni-Netzwerks
Erhöhung der Schülerzahlen
Optimierung schulinterner Abläufe und Strukturen
Pflege regionaler Kooperationen
Integration neuer Schüler und Mitarbeiter
Förderung der Mitarbeitergesundheit
Ausarbeitung eines Kunst- und Kulturprogramms
Kooperationen mit Vereinen
Roßleber Diplom & Life Skills
Förderung der psychischen Schülergesundheit
Wiederbelebung der Roßleber Gespräche
Stärkung der Schülermitverantwortung
Förderung der Gemeinschaftsbildung
Alle, die sich der Klosterschule Roßleben verbunden fühlen, sind eingeladen, sich in eines oder mehrere dieser Projekte einzubringen. Die Schulleitung beantwortet gerne Nachfragen jeder Art.
Am 17. Mai 2025 werden alle Teilnehmer zu einer Nachkonferenz in der Klosterschule zusammenkommen und einander über den Fortgang ihrer Projekte berichten. Interessentinnen und Interessenten sind herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
Text: Dr. Karsten Plöger
Tag 1 / Konferenzphase 1: ‚Aufwärmarbeit‘ in heterogenen KleingruppenTag 2: Diskussion der Top Trends in homogenen KleingruppenTag 3 / Konferenzphase 5: Abschließende Präsentation der Projekte und Vorstellung der Teams Tag 1 / Konferenzphase 2: Gemeinsame Analyse der Mind MapTag 3 / Konferenzphase 5: Abschließende Präsentation der Projekte und Vorstellung der Teams
SKIKURS 2025
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Skikurs 2025
Vom 16. bis 24. Januar 2025 hatten wir, die Schüler/innen der 11. und 12. Klasse, die Möglichkeit, an der Skifahrt unserer Schule nach Südtirol teilzunehmen. Begleitet wurden wir von unseren Lehrern Frau Spenner, Frau Steller und Herrn Brandt.
Unsere Reise startete am 16. Januar um 20:30 Uhr mit dem Bus. Nach einer langen, ruhigen Fahrt kamen wir früh am Morgen an und nutzten die Wartezeit, um die Gegend zu erkunden. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es direkt zum Skiverleih ins Tal, um uns auszustatten. Die Vorfreude auf das Skifahren war riesig.
Am nächsten Tag wurden wir je nach Können in Gruppen eingeteilt und von unseren Lehrern durch das Skigebiet geführt. Jeden Morgen begann unser Tag mit einer kurzen Erwärmung, bevor wir auf die Pisten starteten. Mittags trafen wir uns alle in einer gemütlichen Alm, wo wir gemeinsam aßen – von Kaiserschmarrn bis Pizza war alles dabei. Diese Mittagspausen schweißten uns als Gruppe enger zusammen und boten Gelegenheit, uns auszutauschen bei einem Panorama, was man nicht alle Tage sieht.
Das Skifahren hat nicht nur viel Spaß gemacht, sondern wir konnten auch unsere Fähigkeiten verbessern. Neben dem freien Fahren mussten wir verschiedene Prüfungen rund um das Skifahren absolvieren, die alle erfolgreich meisterten. Besonders schön war zu sehen, wie sich Fortgeschrittene und Anfänger gegenseitig unterstützten. Am Ende der Woche konnte jeder sicher die Pisten hinunterfahren. Das ist die Hauptsache neben dem großen Vergnügen am Skifahren.
Nach jedem Skitag ging es zurück in unsere Unterkunft, wo wir die Nachmittage unterschiedlich verbrachten, sei es beim Spielen, Entspannen oder beim Besuchen des kleinen Tante-Emma-Ladens im Dorf, in dem wir stets herzlich empfangen wurden. An zwei Abenden schauten wir uns nicht nur gemeinsam Videos unserer Fortschritte , sondern auch unsere Versuche, Neues auszuprobieren an – manchmal mit Erfolg , manchmal mit lustigen Momenten, über die wir gemeinsam lachen konnten.
Am letzten Abend erhielten wir Urkunden als Anerkennung für unsere Leistungen, bevor wir uns früh am Morgen auf den Heimweg machten. Nach dieser schönen, aber auch anstrengenden Woche konnten wir ein wenig unseren Abschlussabend feiern, da niemand verletzt wurde und alle das Skifahren gelernt haben.
Die Skifahrt war eine unvergessliche Zeit. Wir hatten nicht nur viel Spaß, sondern sind als Gruppe gewachsen, haben neue Freundschaften geschlossen und unsere Fähigkeiten verbessert. Ein großes Dankeschön an unsere Lehrer für die tolle Organisation, ohne sie und unserer Schule wäre diese Fahrt nicht möglich gewesen!
Text: Lucia, Klasse 11
Mit Round Square nach Kenia
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Mein Name ist Cecilie und ich hatte die Möglichkeit im Rahmen von Round Square einen zwei-monatigen Austausch von Mai bis Juni 2024 in Nairobi/ Kenya an der Brookhouse School zu verbringen. Es war sehr aufregend und spannend die kenianische Kultur zu erleben und mehr über sie zu erfahren. Nach einem schönen Tagflug über den halben afrikanischen Kontinent, wurde ich am Abend in Nairobi von dem zuständigen Round Square Lehrer abgeholt und nach Brookhouse gebracht. Mein Zimmer teilte ich mit drei weiteren Mädchen, da ich mich für das Internat entschieden hatte. Ich hatte großes Glück wunderbare Mitbewohner zu haben, die mir geholfen haben mich zurecht zu finden, da es doch ganz anders als in Deutschland war. Insgesamt gibt es viele Unterschiede, aber auch Ähnlichkeiten zwischen Brookhouse School und der Klosterschule Rossleben. In Brookhouse tragen die Schüler ihre Schuluniform jeden Tag und die Schule geht bis zum Nachmittag. Man hat keine festen Klassen, sondern muss sich seine relevanten Fächer wählen – auch ich musste das machen. Im Geschichtsunterricht sollte ich von Deutschland ein bisschen erzählen. Alle Klassen haben am Schuljahresende ihre Prüfungen: zwei Wochen jeden Tag Prüfungen. Ich habe in der Zeit bei den Grundschülern mitgeholfen und eine Theaterkulissen mit ihnen gebaut.
Ich war die einzige Europäerin, drei weitere Austauschschüler kamen aus Indien und Kolumbien, ansonsten waren es nur Schüler aus Nairobi und dem restlichen Afrika. Die erste Woche war recht anstrengend, doch bald hatte ich mich in den Rhythmus der Schule gefunden und die Anfangsschwierigkeiten waren überwunden. Englisch war die allgemeine Sprache, manche der Schüler sprachen untereinander Kisuaheli oder sogar ihre Stammessprachen. An den Wochenenden, an denen ich nicht im Internat blieb, wurde ich von meiner Gastfamilie und den Familien anderer Mitschüler eingeladen, die mich mitnahmen, um Nairobi zu erleben. Während meines Aufenthalts hier habe ich die beeindruckende Tierwelt Kenias erlebt, die kenianische Küche und die geschäftigen Sonntage schätzen gelernt.
Eigentlich sollte mein Abschied von der Schule mit allen Schülern erfolgen, da es aber zu politischen Unruhen in der letzten Woche kam, wurde die Schule von jetzt auf gleich geschlossen, so dass ich mich nur von meinen internen Mitschülern verabschieden konnte. Dies fand ich sehr schade. Nun bin ich wieder in Deutschland und denke gerne an die Zeit zurück – ich werde sicherlich mal dorthin zurückkehren.
Danke, Brookhouse School und Klosterschule Roßleben für diese Möglichkeit!