Justus holt für uns den Sieg bei der 2. Runde des Vorlesewettbewerbes
0Monique Ghandour
In der Stadtbibliothek Sondershausen fand kürzlich die zweite Runde des diesjährigen Vorlesewettbewerbs statt – ein spannendes Ereignis für alle Bücherfreunde und Nachwuchstalente der Region. Justus Lehnert (12 Jahre), stolzer Gewinner des ersten Platzes in der Schulrunde an der Klosterschule Roßleben, trat nun gegen weitere Siegerinnen und Sieger aus anderen Schulen des Kyffhäuserkreises an. Die Atmosphäre in der Bibliothek war lebendig und voller Vorfreude, als die jungen Leserinnen und Leser ihr Können unter Beweis stellten. Der Vorlesewettbewerb bietet nicht nur eine Bühne für literarisches Talent, sondern fördert auch die Freude am Lesen und stärkt das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden. Justus beeindruckte mit seiner lebendigen Interpretation und seinem sicheren Vortrag – ein Beweis für die intensive Vorbereitung und seine Leidenschaft für Bücher. Mit seinem Erfolg in der zweiten Runde vertritt Justus nun die Klosterschule Roßleben und den gesamten Kyffhäuserkreis beim Bezirksentscheid in Nordhausen, in der dritten Runde des Wettbewerbs. Dieser nächste Schritt ist eine besondere Auszeichnung und eine große Chance, sich auf der nächsthöheren Ebene mit anderen Vorlesetalenten zu messen. Die zweite Runde in der Stadtbibliothek ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Bezirksentscheid und zeigt, wie engagiert und vielfältig die Lesekultur in unserer Region ist. Wir sind gespannt, wie es für Justus und die anderen Teilnehmer weitergeht und freuen uns auf viele weitere spannende Lesemomente!
Skikurs
0Monique Ghandour
Der Sportkurs der 11. und 12. Klasse der Klosterschule Rosleben verbrachte eine sechstägige Alpinskifahrt im italienischen Vals nahe Brixen. Bei zunächst strahlendem Sonnenschein und perfekten Pistenbedingungen konnten alle ihr Können verbessern, bevor in den letzten Tagen dichter Nebel und Schneefall für echte Wintersport-Herausforderungen sorgten. Erschöpft, aber glücklich und vor allem unverletzt kehrten alle Schülerinnen und Schüler mit vielen sportlichen und gemeinschaftlichen Erlebnissen im Gepäck zurück.
Astronomieabend unter eisigem Himmel
0Rene Lehnert
Am frühen Abend, bei eisigen Temperaturen, fanden sich einige tapfere Schülerinnen und Schüler der 10. und 12. Klasse zu einem besonderen Erlebnis ein: Astronomie live unter freiem Himmel.
Auf dem Beobachtungsplan stand zunächst die Mondsichel, bei der die Krater durch den schrägen Lichteinfall besonders eindrucksvoll zur Geltung kamen. Anschließend richteten sich die Blicke zu den Planeten Saturn und Jupiter. Der Ringplanet zeigte dabei eine derzeit seltene Besonderheit: Die Ringe waren nahezu von der Kante aus zu sehen – ein faszinierender Anblick. Auf Jupiter ließen sich deutlich die markanten Wolkenstreifen sowie mehrere seiner Monde erkennen.
Besonders gespannt erwartete man den Blick in ein Sternentstehungsgebiet im Sternbild Orion – begleitet von vielen leisen und lauten „Ooohs“ und „Aaaahs“. Als großer Vorteil erwies sich hierbei, dass neben dem visuellen Spiegelteleskop Herr Ziehme zusätzlich eine spezielle Kamera einsetzte. So konnten Fotos der beobachteten Objekte erstellt werden, was einen spannenden Vergleich zwischen dem Gesehenen mit dem Auge und den Aufnahmen ermöglichte – und half zu verstehen, was man eigentlich gerade betrachtete.
Auch ohne technische Hilfsmittel beeindruckte der klare Winterhimmel: Zu sehen waren die typischen Wintersternbilder wie Orion, Stier, Großer und Kleiner Hund, die Zwillinge, Großer und Kleiner Bär (Wagen) sowie Kassiopeia. Hinzu kamen die offenen Sternhaufen der Plejaden, Hyaden und der Doppelsternhaufen im Perseus. Den krönenden Abschluss bildete schließlich der Blick hinaus in die Weiten des Universums – zu fernen Galaxien.
M 82M 42NGC 869
Klosterschüler zeigen Einsatz
0webworker
„Kinderrechte werden täglich verletzt – überall auf der Welt. Der internationale Tag der Kinderrechte ist deshalb ein wichtiger Anlass, um genauer hinzuschauen und gemeinsam aktiv zu werden.“ Diese Worte von Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, nahmen sich Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Klosterschule Roßleben zum Vorsatz, um am 20. November aktiv zu werden und ebenfalls auf die Rechte von Kindern aufmerksam zu machen. Innerhalb der schulinternen Kunstgilde, sowie auch im Internat beteiligten sich interessierte Jungen und Mädchen im Vorfeld kreativ an der UNICEF – Aktion „I AM. Ich bin einmalig.Ich bin vieles. Ich bin gut. Gemeinsam mit Tutorin Inga Rülke arbeiteten Schüler und Schülerinnen unterschiedlicher Klassenstufen an Plakaten, die von UNICEF für diesen Tag zur Verfügung gestellt wurden. Dabei ging es darum, zu erkennen, worin die Einzigartigkeit eines jeden Menschen liegt und im Umkehrschluss zu verstehen, warum die UN-Kinderrechtskonvention für Kinder unabhängig von Geschlecht, Glaube und Herkunft so wichtig ist.
Mit verschiedenen Materialien und Gestaltungsmitteln wie Temperafarben, Kreiden, Wachsmalern, Bunt- und Filsstiften, schrieben die Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Gedanken nieder, zeichneten Symbole und verliehen mit Federn, Buntpapier, Glitzer, Wolle und kleinen Deko-Elementen ihren Bildern eine persönliche Note. Herzen und Hände waren dabei häufig vertreten. Während des Gestaltungsprozesses war es besonders schön zu sehen, wie sich die jungen „Künstler“ gegenseitig unterstützten und zusammenarbeiteten. Zusammenhalt – ein Grundgedanke für den die Klosterschule Roßleben steht und den die Schülerinnen und Schüler in ihrer Gemeinschaft täglich leben.
Die fertigen Plakate wurden dann am Donnerstag den 20.11.2025 im Eingangsbereich der Schule ausgestellt, um alle ankommenden Schüler und Lehrer daran zu erinnern, dass dieser Tag den Rechten der Kinder gewidmet ist und auch an der Schule die Rechte der Kinder und somit eines jeden Schülers und einer jeden Schülerin von Bedeutung sind.
Inga Rülke
Abschlussfahrt des Kanukurses
0webworker
Am Samstag starteten 18 wasseraffine Klosterschüler zur Abschlussfahrt des Kanukurses auf der Unstrut.
Im Kanadier ging es flussabwärts, nach vielen sehr angenehmen Gesprächen und der ersten Schleusenerfahrung gab es den ersten Halt in Wangen. Nach dem Mittagessen ging es mit Vorträgen an der Unstrut weiter und dann wieder ab aufs Wasser. Ziel war Karsdorf, der Campingplatz. Dort bezogen wir unsere Tipis, hörten weitere interessante Vorträge, grillten und genossen die gemeinsame Zeit am Lagerfeuer.
Nachdem der Hahn von nebenan pünktlich kurz vor sieben den Weckdienst übernahm, ging es nach dem Frühstück und einem weiteren Vortrag zurück aufs Wasser. Dort kurierten wir etwas die müden Arme und kamen gegen Mittag am Endziel in Kirchscheidungen an. Schüler, die Sportlehrerin sowie Kanusportkursanbieterin Kerstin Steller und die Begleitungen Frau Töpfer und Frau Tröger fuhren etwas müde, aber sehr zufrieden nach Hause.
Text: Nadine Tröger
Projekttag Verkehrssicherheit
0Monique Ghandour
An der Klosterschule Roßleben fand in dieser Woche ein ganztägiger Projekttag zur Verkehrssicherheit für die Klassenstufen 11 und 12 statt. Insgesamt 96 Schülerinnen und Schüler nahmen teil. Organisiert und durchgeführt wurde der Tag von unserem externen Partner, der Verkehrswacht.
Statt getrennt in Theorie und Praxis zu arbeiten, durchliefen die Jugendlichen in einem rollenden Stationsbetrieb verschiedene Einheiten. Dabei vermittelten erfahrene Experten praxisnah wichtige Inhalte zu Themen wie:
Alkohol und Drogen im Straßenverkehr
Verkehrsunfälle und ihre Folgen
Risikofaktor Mensch
Ablenkung im Straßenverkehr
Zwischen den Theorieimpulsen konnten die Schülerinnen und Schüler direkt selbst aktiv werden. Ob beim Rauschbrillenparcours, mit VR-Brillen, am Agility Board oder an den Brems-, Motorrad-, Umschlags- und E-Scooter-Simulatoren – überall wurde erlebbar, wie schnell Grenzen erreicht werden und wie wichtig verantwortungsvolles Handeln ist.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Ersten Hilfe: Im Spiegelsaal trainierten die Jugendlichen, wie man im Ernstfall beherzt eingreifen und wirksam helfen kann.
Der Projekttag machte eindrucksvoll deutlich, dass Verkehrssicherheit jeden betrifft. Die abwechslungsreiche Kombination aus Theorie, praktischen Übungen und Simulationen hinterließ bleibende Eindrücke – und schärfte das Bewusstsein der Oberstufenschüler für Sicherheit im Alltag.
Ein herzlicher Dank gilt der Verkehrswacht sowie allen Beteiligten, die diesen wertvollen Projekttag möglich gemacht haben.
Kursfahrt nach Polen/ Auschwitz
0webworker
Mit dem ersten Tageslicht um 5Uhr morgens begann unsere Kursfahrt nach Polen. Gemeinsam mit den Mitschülerinnen und Mitschülern, die sich für diese Fahrt entschieden hatten, fuhren wir in Roßleben los – noch etwas verschlafen, aber gespannt auf das, was uns erwartet. Trotz der langen
Fahrt verging die Zeit schneller als gedacht und gegen 14Uhr erreichten wir unser erstes Ziel: die Stadt Oświęcim, deren Name im Deutschen mit „Auschwitz“ übersetzt wird. Wir lernten schnell, dass man den Namen Auschwitz ausschließlich im historischen Kontext verwenden sollte. Am ersten Tag bezogen wir unser Hotel und erkundeten das Stadtzentrum. Den Abend ließen wir ruhig und entspannt ausklingen.
Der Dienstag begann mit einem sehr ernsten Thema: der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz I.
Auschwitz I ist das Stammlager gewesen und gilt als Konzentrations- und Vernichtungslager. Während einer geführten Tour durch die verschiedenen Blöcke und das ehemalige Krematorium spürten wir die Schwere dieses Ortes. Es war ein sehr emotionaler Morgen, der uns alle tief bewegt hat. Besonders der Moment an der sogenannten Todesmauer, an der wir als Klosterschule einen Kranz zum Gedenken an die Opfer niederlegten und eine Schweigeminute hielten, wird vielen von uns lange im Gedächtnis bleiben. Nach einer Mittagspause im Hotel nahmen wir an einem Workshop teil, in dem wir uns mit Gegenständen aus dem Lager auseinandersetzten. Am Abend hatten wir Zeit zur freien Verfügung, die viele nutzten, um über die Eindrücke des Tages zu sprechen.
Am Mittwoch stand der zweite Teil der Führung auf dem Programm: das Lager Auschwitz-Birkenau. Es war noch weitläufiger und auch hier hörten wir Geschichten von Schicksalen, die schwer zu begreifen sind. Nachmittags besuchten wir ein kleines Museum über das Leben der Menschen in der Region, das wir selbstständig mit Audioguides erkundeten. Danach reisten wir weiter nach Krakau, etwa anderthalb Stunden entfernt und bezogen unser neues Hotel.
Der Donnerstag war kulturell und persönlich sehr bereichernd. Am Vormittag erhielten wir eine
Stadtführung durch das wunderschöne Krakau und am Nachmittag folgte eines der eindrücklichsten Erlebnisse der Woche: ein Gespräch mit einer Zeitzeugin. Sie war kurzfristig aus Warschau angereist, weil die ursprünglich eingeladene Person krankheitsbedingt ausfiel. Offen und ehrlich sprach sie über ihre Vergangenheit und wir konnten ihr viele Fragen stellen. Diese Begegnung war bewegend und schuf eine ganz besondere Nähe zur Geschichte. Am Abend aßen wir gemeinsam in einem jüdischen Restaurant – ein stimmungsvoller Abschluss, bei dem wir auch gemeinsam lachen und die besondere Atmosphäre mit einem Klezmerkonzert genießen konnten.
Am Freitag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Die Woche war wie im Flug vergangen. Wir mussten viel laufen, es war emotional, anstrengend – körperlich wie geistig. Und doch sind wir uns alle einig: Es hat sich gelohnt. Es war wichtig. Viele von uns haben gesagt, dass man die Geschichte nicht wirklich begreifen kann, wenn man sie nur in Büchern liest. Man muss sie erleben, fühlen und sehen. Und genau das durften wir in dieser Woche. Neben den ernsten Momenten gab es aber auch viele schöne, lustige und verbindende Erlebnisse, die uns als Gruppe enger zusammengeschweißt haben. Diese Fahrt eine Erfahrung die bleibt.
Text: Amelie
Imo in Kenya!
0webworker
Hello, I’m Imogen and I’m in th 9th grade at the Klosterschule Roßleben and currently on an exchange at Brookhouse School in Nairobi, Kenya. I’ll be spending a total of four weeks here. I’m really enjoying my time here and I’ve already learned a lot. I’ll be taking home incredible memories and friendships.
I’m boarding from Monday to Friday and I spend the weekends with my host family. They live here in Nairobi in a beautiful apartment. They gave me a large room with my own balcony, where I have a beautiful view. They welcomed me warmly, and I feel like I’m a part of their family. Thanks to my host family, I’ve been able to truly experience Kenyan culture. They showed me around their beautiful country and shared their home with me. I’ve enjoyed staying with them on the weekends. Their helper makes delicious, traditional Kenyan food, and she has taught me a few dishes. I have eaten so much chapati and ugali that I can’t eat a dish without them now.
The school is also going well, and the girls I share a room with are open and helpful. The teachers are very open-minded and include me in their lessons. This week, there are exams every day for all year groups. I’m using this time to do my own work from home. I even took one exam, in German. It wasn’t challenging for me, but it tested my knowledge. I’ve been enjoying every single minute of my school and boarding experience at Brookhouse.
The students here are social on a different level; they’re very interested and open-minded, and they really inspired me.
What I like about this school is the house system. All students are divided into four houses: Amboseli, Tsavo, Samburu, or Mara. These houses compete against each other in various competitions. On my first Friday here, I saw all four houses perform a play inspired by the theme „A song that can change everything.“ My house, Amboseli, and I won second place! This house system they have is very beneficial. It makes the different year groups interact and make broader connections.
The school is very beautiful, and what shocked me were the animals that roam freely around campus. There are papios, geese, goats and peacocks. I’ve also seen many animals outside of school, at the National Park and at different conservatory’s. At the Ol Pejeta Conservatory in Nanyuki, I saw zebras, elephants and I even petted and fed a blind rhino. At the Giraffe Centre in Nairobi, I got to feed giraffes, which was a wonderful experience. I like it here so much that I don’t want to leave Nairobi. It’s the people who make a country and I find that the people I got to meet here have made this experience, one I won’t ever forget. They are the ones that made it so enjoyable, I will be forever grateful for the people.
Time has gone by quickly, and I can’t describe in words how thankful I am that I got to do this exchange. The memories I have made are unforgettable. Kenya will always be a part of me.
„Kultur im Kloster“ – neue Facetten in der Klosterschule Roßleben
0webworker
(Dr. Susanne Spiegler)
Wer am Wochenende gleich verschiedene Kulturangebote erleben wollte, war in der Klosterschule in Roßleben genau richtig. Neben spannenden Basketball- und Rugbyspielen am Vormittag, konnte am frühen Nachmittag ein Picknick-Konzert mit einem Jazz-Trio unter der Leitung von Tim Vinall im Park der idyllischen Klosteranlage genossen werden. Die Schülerinnen und Schüler der Klosterschule verwöhnten das Publikum mit selbst gebackenem Kuchen, Popcorn, eigens hergestellten Limonaden und auch deftigeren Speisen. Eine große Auswahl an eigenen Produkten präsentierte die gut ausgestattete Schülerfirma bei bestem Sonnenschein, und auf dem Flohmarkt konnte das ein oder andere Schnäppchen gemacht werden.
Etwas Abkühlung verschaffte sodann der Aufenthalt in der angenehm klimatisierten Klosterkirche. Zum Sommerkonzert sorgten die Schülerinnen und Schüler der Musikakademie Roßleben beim Publikum für Beifallsstürme. Mit viel Hingabe und Freude an der Musik gestalteten die Solisten, Ensembles und der schuleigene, von Ulrike Großhennig geleitete Chor „Cantatum“ ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von der Klassik bis hin zu zeitgenössischen Popballaden. Die tontechnisch hohe Qualität verantwortete zu unserem großen Dank Sören Wendt (Musik- & Farbspektakel Wendt). Die Aufführung wurde freundlicherweise finanziell gefördert von der Sparkassen-Kunststiftung für den Kyffhäuserkreis und der Rechtsanwaltskanzlei Schötz-Heinrich.
Der Innenhof der Klosterschule scheint geradezu prädestiniert für eine Inszenierung des berühmten „Hamlet“ von William Shakespeare. Unter der Federführung von Zoe Plöger entstand in ihrem Unterricht „Darstellen & Gestalten“ die gelungene Aufführung, die am späten Nachmittag von den Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse mit viel schauspielerischem Talent und einem Sinn für Dramatik umgesetzt wurde. Die konzeptionell geschickt platzierten Soundeffekte und Musikeinspiele – fachmännisch realisiert von Sören Wendt – bereicherten das Schauspiel.
So neigte sich ein überaus gelungener und vielseitiger Kultursommer dem Ende. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Klosterschule boten allen Interessierten durch ihr gemeinsames Engagement und eine langfristige Vorbereitung einen besonderen Einblick in ihre facettenreiche Bildungsstätte.
Hamlet im Innenhof – moderne Inszenierung mit starker Ensembleleistung
0Monique Ghandour
Am Samstagabend brachte der DG-Kurs der 10. Klasse der Klosterschule Roßleben Shakespeares Hamlet auf die Bühne – als Abschluss des ersten Tages „Kultur im Kloster“. Gespielt wurde im Innenhof der Schule, bei sonnigem Wetter und in offener Atmosphäre. Die Leitung lag bei Frau Plöger, die mit ihrem Ensemble eine moderne, reduzierte Inszenierung des Klassikers erarbeitete. Mehrere kurzfristige Ausfälle der Besetzung waren ebenso eine Herausforderung wie die Akustik des Innenhofs. Mit hohem Einsatz und sichtbarer Spielfreude zeigte die Gruppe eine sehenswerte Erstaufführung des Shakespeare Klassikers und setzte nach dem Picknickkonzert im Park und dem Sommerkonzert der Musikakademie ein weiteres Highlight.
In der Titelrolle sprang Florian kurzfristig für die verletzte Hauptdarstellerin ein. Obwohl er den Text nicht mehr auswendig lernen konnte, gelang ihm – unterstützt durch das Skript – eine beeindruckende Darstellung. Mit starker Bühnenpräsenz und sicherem Gespür für die Figur überzeugte er das Publikum.
Auch die übrigen Rollen wurden mit spürbarem Einsatz gespielt: Herr Killisch zeigte als Claudius eine klare, kraftvolle Interpretation, obgleich auch er erst am Mittag seinen Auftritt zugesagt hatte. Johanna verkörperte Gertrude mit viel Feingefühl, Richard verlieh dem Geist eine eindrucksvolle Ruhe und Tiefe. Charlotte als Hamlets bester Freund Horatio war, wie auch alle anderen, überzeugend in ihrer Rolle.
Die moderne Umsetzung verzichtete bewusst auf aufwendige Kulissen oder Kostüme, der Innenhof mit Empore und dem darunter liegenden Säulengang sowie seinen Beeten lieferte den passenden Hintergrund zu den ausgewählten Szenen. Der Fokus lag ganz auf Sprache, Ausdruck und Körperspiel – und gerade das machte die Wirkung der Aufführung aus. Trotz kurzfristiger Umbesetzungen wirkte das Spiel konzentriert, sicher und geschlossen.
Mit dieser Hamlet-Inszenierung setzte die Klosterschule durch das Engagement von Frau Plöger ein starkes Zeichen für lebendiges Schultheater – mutig, zeitgemäß und mit großer Ausdruckskraft. Ein würdiger Abschluss eines besonderen Tages.